Rhein-Erft-Kreis beantragt Ausnahme von der Corona-Notbremse

Die COVID-19 Infektionen steigen seit Wochen. Im Rhein-Erft-Kreis mit einer Inzidenz von 137 und damit deutlich über 100. Damit greift für den Rhein-Erft-Kreis die sogenannte Corona-Notbremse, so dass die zum 08. März vorgenommenen Öffnungen und Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden müssen.

Landrat Frank Rock will dies vermeiden und trotz der hohen und steigenden Inzidenz die Öffnungen beibehalten und hat eine Ausnahmeregelung für den Rhein-Erft-Kreis beantragt. Dies ist möglich, wenn potentielle Kunden, Besucher und Nutzer einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttests vorweisen.

“Trotz steigender Fallzahlen müssen wir den Menschen im Kreis eine Perspektive aufzeigen, ohne dabei unvertretbare Risiken einzugehen. Das hier beschriebene Verfahren, unter der Voraussetzung eines aktuellen negativen Tests ein stückweit Normalität zu ermöglichen, halte ich für gut, richtig und praktikabel”, so Rock weiter.1

Damit stellt sich Landrat Rock auf die Seite der Öffnungsbeführworter und riskieret zusätzliche COVID-19 Ansteckungen und letztlich das Leben der Menschen.

Landrat Rock geht von genügend Teststellen im Kreis aus. Er sollte mal bitte in Efferen anonym versuchen einen Testtermin zu erhalten …

Kontrolle der Einhaltung unklar

Völlig unklar ist, wie die Einhaltung der Regeln kontrolliert werden soll.

Vertraut man den Inhabern?

Die Wirtschaft wehrt sich seit Wochen gegen verpflichtende Test für ihre Mitarbeiter. Bei dieser Einstellung ist kaum zu erwarten, dass Sie nun 100% kontrollieren und potentielle Kunden bei fehlendem oder veraltetem Test abweisen und ein so ein lukratives Geschäft verlieren.

Da wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Bei Selbsttest ist Überprüfung völlig unklar.

Tests für Eigentümer und Mitarbeiter?

Die Verordnung sieht keine Tests für Eigentümer und Mitarbeiter vor. Welchen Sinn macht es, nur Kunden zu testen? Das ist grob fahrlässig.

Die Union weigert sich schon seit Wochen die Wirtschaft zu Tests zu verpflichten und setzt auf Freiwilligkeit.

Freiwilligkeit scheint nicht gut zu funktionieren, ansonsten würden die Inzidenzzahlen nicht weiter steigen, …

Über 65.000 vermeidbare Corona Tote - so werden es noch mehr

Die falsche COVID-19 Politik von Merkel, Spahn und den Ministerpräsidenten haben schon jetzt zu über 65.000 vermeidbaren Toten geführt.

Verfrühte Öffnungen führen zu noch mehr Toten. Will dies Landrat Rock wirklich verantworten?

Bitte endlich einmal den Blick nach Asien richten, dort kann man funktionierende COVID-19 Politik abschauen.

Eine fast funktionierende Teststrategie in Tübingen, allerdings steigen auch hier die Inzidenzzahlen, jedoch von einem niedrigeren Niveau und auch langsamer als im Rhein-Erft-Kreis.

Nachtrag 16:00

Sonderregelung in Hürth: Städtische Sportanlage sind geschlossen. Das bedeutet u.a., dass kein Fussballtraining mehr stattfinden kann. Da sieht man den Stellenwert, den unsere Kinder bei der Politik haben.


  1. Rhein-Erft-Kreis beantragt Ausnahme von der Corona-Notbremse , zuletzt abgerufen am 29.03.2021 ↩︎