EMA Entscheidung zu Astrazeneca wenig ver­trau­en­er­we­ckend

Keine er­geb­nis­of­fene Prüfung

Am Dienstag (16.03.2021) hat die Chefin der europäische Arzneimittelagentur EMA noch vor Abschluss der erneuten Überprüfung des Corona-Vakzin von Astrazeneca erklärt, dass Sie den Impfstoff von Astrazeneca für sicher hält.

Mit dieser Feststellung vor Abschluss der erneuten Überprüfung des Corona-Vakzin von Astrazeneca war eine er­geb­nis­of­fene Prüfung nicht möglich.

Wie sollen weisungsgebundene Mitarbeiter eine er­geb­nis­of­fene Überprüfung vornehmen, wenn die Chefin schon das Ergebnis schon verkündet hat. Auch erscheint der Zeitraum von zwei Tagen für eine sichere Prüfung extrem kurz.

Wenig überraschen hat die europäische Arzneimittelagentur am Donnerstag (18.03.2021) entschieden, dass der Astrazeneca-Impfstoff weiterverwendet werden soll, obwohl nach Impfungen in einigen Fällen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen auftraten.

Siehe dazu auch den Artikel Neuer Warnhinweis im Beipackzettel. Astrazeneca-Vakzin “sicher und effektiv”: Das müssen Sie nach der EMA-Entscheidung wissen .

Experten: Nutzen überwiegt Risiko

Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen

Karl Lauterbach

Allgemeine Thrombosen sind nicht häufiger als ohne Impfstoff. Die speziellen Thrombosen im Gehirn, SVT mit Hämolyse, sind sehr rar. Auch wenn sie auf Astra Impfstoff zurückgehen sind sie zu selten für Einschränkung.

Die britische Arzneimittelbehörde (MHRA) sieht keinen Hinweise darauf, dass die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca oder Biontech/Pfizer Blutgerinnsel verursachen.

Damit liegt die Behörde wohl falsch.

Kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Thrombose

Laut Nebenwirkung bei Astrazeneca-ImpfstoffForscher in Greifswald finden Thrombose-Ursache - und ein wirksames Gegenmittel haben deutsche Forscher der Uni Greifswald die Ursache für Hirnthrombosen gefunden und damit einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Astrazeneca Impfstoff und den Thrombosen nachgewiesen.

Da die Ursache nun klar sein, könnten Betroffene ein Thrombose-Mittel erhalten. Unklar ist, ob dies schon prophylaktisch erfolgen soll oder nicht.

Unterschiedliche Sichtweise

Experten ist letztendlich egal, ob Impfungen kausal Schäden verursachen, solange aus ihrer Sicht der gesellschaftliche Nutzen überwiegt.

Für Impfwillige sieht die Sache anders aus: Ist die Gefahr durch COVID-19 zu sterben höher oder die Gefahr durch die Impfung zu sterben?

Für 90 und 80 Jährige scheint die Sachlage klar: Das Risiko an einer COVID-19 Erkrankung zu sterben dürft deutliche höher liegen, als an den selten Impffolgen zu sterben.

Wie aber sieht es für Jüngere aus?

Transparenz fehlt

Hier fehlt mir die Transparenz.

Impfwilligen muss man klar sagen, ob das Risiko an einer COVID-19 Erkrankung zu sterben höher oder niedriger ist , als an selten Impffolgen zu sterben.

Der Hinweis auf die Impffolgen im Beipackzettel alleine reicht nicht.

Weiteres Vertrauen verspielt

Die unisono Zustimmung der Behörden und Experten zu allen Impfstoffen, ungeachtet der möglichen Komplikationen und ohne auf die differenzierte Sicht der Impfwilligen einzugehen, schafft wenig Vertrauen.