Hürth: Bezirksregierung genehmigt Ultranet-Trasse

Am Ende gewinnt immer der Investor - Bürgerbeteiligung Farce

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Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 7.7.2020, Seite 22 in seinem Artikel Ultranet-Trasse genehmigt, Bezirksregierung gibt Amprion grünes Licht und bestätigt den ursprünglichen Verlauf, dass die Bezirksregierung Köln die Ultranet-Stromtrassen durch Hürth so genehmigt, wie sie der Netzbetreiber ursprünglich beantragt hat.

Gegen das Projekt gab es zahlreiche Bedenken, massive Proteste und mehrere Klagen. Das Bundesverwaltungsgericht stellt Fehler bei der Abwägung zwischen verschiedeneren möglichen Trassenverläufen fest.

Amperion hat daraufhin einen alternativen Trassenverlauf bei der Bezirksregierung eingereicht.

Die Bezirksregierung hat nun die ursprünglich beantragte Trasse mit dem alternativen Trassenverlauf verglichen und den ursprünglich geplanten Verlauf bestätigt.

Die Bezirksregierung teilte mit: “Da diese Trasse in ihrem Verlauf unverändert bleibt, entstehe keine neue Betroffenheit, sodass keine neue Offenlage und Beteiligung der Öffentlichkeit nicht erforderlich ist.”

Wie schön für die Bezirksregierung: Durch Bestätigung der ursprünglichen Trasse hat sie sich eine Menge Arbeit erspart - von einer Ergebnis offenen Prüfung kann man da wohl kaum sprechen.

Egal welche Projekte man sich in den letzten Jahren ansieht,

es gab viele Bürgeranhörungen, aber am Ende hat sich der Investor immer durchgesetzt.

Die Parteien und die Politik vertritt nur noch die Interessen der Lobbyisten und Wirtschaft.

Die Bürger haben keine Lobby in den Parteien und Parlamenten. Im Fall Amperion hat die CDU die Regierungsmacht im Land, im Kreis und in der Stadt, die Trasse kommt trotzdem. Oder vielleicht gerade deswegen?