Weltbodentag

Deutschland: Siedlungs- und Verkehrsfläche in 17 Jahren um fast 30% gewachsen. Über 10.000 km² Natur endgültig verloren.

Infografik: Verkehr und Siedlungen nehmen mehr Raum ein | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Der 5. Dezember ist Weltbodentag.

Der Weltbodentag soll auf die Bedeutung des Erhaltungs intakter Ökosysteme aufmerksam machen.

Die Statista-Grafik auf Basis des Statistisches Bundesamtes zeigt den Verlust von Natur in Deutschland in den letzten 17 Jahren durch den Verbrauch durch Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Die Gesamtfläche von Deutschland beträgt rund 357.581 Quadratkilometer.

1992 betrug die Siedlungs- und Verkehrsflächen rund 40.000 km². 2019 betrug die Fläche bereits 51.489 km². Den größten Anteil an der Siedlungs- und Verkehrsfläche hat derzeit der Verkehr mit Straßen, Wegen, Schienen und ähnlichem. Es folgt die Wohnbaufläche und Industrie- und Gewerbeflächen.

Ewiges Wachstum und Siedlungsverbrauch funktioniert nicht

Das Bundesumweltamt schreibt unter anderem:

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) ist die am dynamischsten wachsende Nutzungsart in Deutschland. …

und weiter

Neben den Stadtstaaten weisen Nordrhein-Westfalen mit 23,6 % und das Saarland mit 21,6 % besonders hohe Siedlungs- und Verkehrsflächenanteile auf. …

sowie

Die zunehmende Flächennutzung für Gebäude und Verkehrswege hat viele negative Auswirkungen auf die Umwelt. Nennenswert ist der direkte Verlust der vorher meist landwirtschaftlich genutzten Böden. Hinzu kommt etwa der Rohstoff- und Energieaufwand für Bau und Erhalt neuer Gebäude und Infrastruktur, ein höherer Kraftstoffverbrauch mit einem höheren Ausstoß an Schadstoffen durch mehr Verkehr sowie mehr Lärm und die Zerschneidung und Verinselung der Lebensräume für die wildlebende Flora und Fauna. 1

CDU und FDP Umweltzerstörer

In NRW wurde nach dem Regierungswechsel 2019 im Landesentwicklungsplan die 5 Hektar Grenze gestrichen. Die Begründung ist abstrus:

Sparsamer Flächenverbrauch: Fläche ist ein endliches Gut, mit dem sparsam umzugehen ist. Da der bisherige 5 Hektar-Grundsatz sich aber als unwirksames Instrument erwiesen hat, wird er im neuen LEP gestrichen. 2

und weiter

Das Nachhaltigkeitsziel des Bundes sieht vor, das tägliche Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken. Dazu wird die Landesregierung unter Federführung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz adäquate Maßnahmen zur Flächensparsamkeit entwickeln.

Was in Wahrheit heißt: Die Umwelt wird weiter zerstört. Das ist verlogene Politik.

Deutschland ist endlich

… das tägliche Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken

ist keine nachhaltige Lösung. Diese Art der Politik zerstört Deutschland und gefährdet die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung. Das ist unverantwortlich.

Die Grünen reden viel über Natur- und Umweltschutz. Lokal in Koalition mit der CDU unterstützen die Grünen aber die zerstörerische CDU Politik durch immer neue Straßenbau-, Gewerbe- und Wohnbauprojekte.

Wann ist endlich Ende mit diesem Irrsinn? Deutschland muss mit den versiegeten Flächen durch bessere Nutzung auskommen. Ideen gibt es genug: Eisenbahnlinen, Flüsse, Straßen, Parkplätze, etc. überbauen. Wohnungen über Supermärken, Gewerbeflächen, etc. errichten. All diese möglichen Lösungen steht nur die Gewinnmaximierung einzelner entgegen. Die Politik vertritt nur diese Einzelinteressen, das Volk ist der Politik egal.


  1. https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/struktur-der-flaechennutzung (Abgerufen am 05.12.2020) ↩︎

  2. https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/neue-impulse-fuer-die-raeumliche-entwicklung-nordrhein-westfalen-landtag-stimmt (Abgerufen am 05.12.2020) ↩︎